Glossar

Anamnese

Ermitteln der Krankheitsgeschichte mittels Befragung, z.B. Beschwerdedauer, Unfallgeschehen, bisherige Diagnostik und Therapie, familiäre Faktoren etc.


Röntgen

Verfahren bei dem mittels Röntgen Strahlen Bilder von bestimmten Körperregionen gewonnen werden. Hauptsächlich zur Beurteilung der knöchernen Strukturen geeignet.
Hinweis: diese Untersuchung wird in unserer Einrichtung durchgeführt


MRT

Magnetresonanztomographie; Sogenanntes Schnittbildverfahren, mittels Magnetfeldstrahlung werden Bilderserien gefertigt und erlaubt eine Beurteilung insbesondere der Weichteil- und Organstrukturen aber auch des Knochen. Die Schnittbildrichtung erlaubt eine räumliche Zuordnung.
Hinweis: diese Untersuchung wird von spezialisierten Praxen durchgeführt


Ultraschall

Bildverfahren mittels Ultraschall ergibt vor allem dynamische Bilder.
Hinweis: diese Untersuchung wird von spezialisierten Praxen durchgeführt


Engpassyndrom

(Syn: Impingement) Klinisches Bild einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Schulter basierend auf einer Enge im Bereich zwischen Oberarmkopf und Schulterhöhe. Zu unterschieden sind anlagebedingte oder konfigurationsbedingte Engpass-Syndrome von sogenannten dynamischen Engpass-Syndromen.


Verrenkung

Syn. Luxation durch eine einwirkende Kraft (bei einem Unfall-Trauma) hervorgerufene Verschiebung des Oberarmkopfes in Relation zur Gelenkfläche. Man unterscheidet vollständige Verrenkungen (Luxationen) von unvollständigen (Subluxationen). Vollständige Luxationen müssen oft Narkose wieder eingerenkt werden.
Nach einer Luxation kommt es zu einem typischen Verletzungsmuster. Das den Oberarmkopf führende und zentrierende Labrum glenoidale (ein Fasererring der um die Gelenkfläche liegt) reißt an seiner Verankerung ab und der Oberarmkopf dellt an der Stelle wo er über die Gelenkfläche luxiert ein. Heilt der Faserring im Folgenden nicht an seinem Ursprung ein, kommt es zu wiederholten Luxationen und die Schulter wird instabil.
Nach einer Erstluxation ist beim jüngeren Patienten die OP angeraten, ebenso wie nach jeder wiederholten Luxation.
Im Rahmen eines arthroskopischen Eingriff wird der Hauptschaden (das abgerissene Labrum) wieder befestigt. Gegebenenfalls müssen zusätzliche Maßnahmen bei dieser Operation durchgeführt werden.


Kalkschulter

Syn. Tendinitis kalkarea, oft kommt es aus noch nicht sicher geklärter Ursache zu Verkalkungen im Bereich der Sehnen, Bänder oder des Schleimbeutel. Diese können schmerzhafte Bewegungseinschränkungen verursachen. Nach einem konservativen Therapieversuch ist oft die operative arthroskopische Operation angeraten.


Eingesteifte Schulter

Syn. Frozen shoulder ein in drei Phasen verlaufendes Krankheitsbild, aus derzeit nicht sicher geklärter Ursache kommt es zu einer zunehmenden Einsteifung der Schulter.
Phase 1. Schmerzhafte Einsteifung (freezing) unter Schmerzen kommt es zu einer zunehmenden Bewegungseinschränkung, Dauer ca. 3-6 Monate
Phase 2. Schmerzarm eingesteifte Schulter (frozen) die Schmerzen lassen nach und die Schulter steift zunehmend ein. Auch unter Schmerzfreiheit (z. B. in Narkose) ist die Schulter steif. Dauer ca 2-4 Jahre
Phase 3. Schmerzarme Bewegungszunahme (thawing) der Bewegungsumfang nimmt allmählich wieder zu. Dauer ca. 3-6 Monate
In allen drei Phasen zeigen sich im Schultergelenk typ. Veränderungen. Im Verlauf kommt es zu einer zunehmenden Verdickung der Schultergelenkkapsel. Dies zeigt sich insbesondere in der Unmöglichkeit den Arm nach außen zu drehen (Außenrotation) bzw. vom Körper weg zu heben (Abduktion)
In Phase 1 kann mittels konservativer Maßnahmen versucht werden den Verlauf zu beeinflussen, in der 2. Phase hilft oft nur die Operation.


Arthrose

Die Arthrose an der Schulter ist in der Regel nicht so relevant wie an den Gelenken der unteren Extremität. Bei massivem Verschleiß kann aber auch hier ein behandlungspflichtiger Befund entstehen. Ursachen sind im wesentlichen die Rheumatoidarthritis und die Arthrose als Folge von Verletzungen. (Verrenkungen, Verletzungen der Rotatorenmanschette oder Brüchen).
Sollte die konservative Therapie nicht erfolgreich sein besteht hier die Notwendigkeit der Operation. Diese ist dann in der Regel der Ersatz des Gelenkes. Hierfür stehen uns heute spezielle Prothesensytem zur Verfügung um für jeden Patienten individuell die richtige Auswahl treffen zu können.



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